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23.10. 2006:
Schmerzbewältigung in verschiedenen Kulturen
Wenn der türkische Patient auf die Frage, wo es weh tut, klagt, ihm tue alles weh, er sei schließlich krank, kann das den deutschen Arzt leicht überfordern. Unter-schiedliche Kulturen gehen mit Schmerz ganz unterschiedlich um. Wie sie das tun, hat PD Dr. Norbert Kohnen (Universität Düsseldorf) untersucht.mehr...

12.10.2006:
Morphin und andere Opioide: Abhängigkeit und Toleranz untersucht
Wie und warum Opioide, zu denen auch das Morphin gehört, bei chronischer Gabe zu einer Opiattoleranz führen und ob sich das verhindern lässt, haben Magdeburger Pharmakologen um Dr. Thomas Koch untersucht. Sie fanden heraus, dass unterschiedliche Opioidsubstanzen in unterschiedlicher Art und Weise an ein und demselben Rezeptortyp wirken können: Bei einigen Opioiden, so auch bei Morphin, werden die Rezeptoren während einer Langzeitbehandlung ausgeschaltet und bleiben auf Dauer inaktiv – eine erhöhte Toleranz ist die Folge.            mehr...






 

 

Zielsetzung

Krebs ist eine der bedeutendsten Krankheiten in Deutschland: Jährlich erkranken ca. 390.000 Patienten neu. Mit über 200.000 Sterbefällen sind Tumorerkrankungen in Deutschland die zweithäufigste Todesursache. Viele Krebspatienten leiden unter therapiebedürftigen Schmerzen, die ihre Lebensqualität stark einschränken. Dabei ist eine ausreichende Versorgung möglich. Mit modernen Schmerzmedikamenten können 95 Prozent aller Patienten effektiv behandelt werden. Dennoch sind auch heute noch viele Tumorpatienten unterversorgt.

Die Initiative „Gemeinsam gegen Tumorschmerz“ möchte erreichen, dass sich die schmerztherapeutische Versorgung von Tumorpatienten in Deutschland verbessert. Dazu haben sich starke Partner zusammengefunden: die Deutsche Gesellschaft zum Studium des Schmerzes, die Deutsche Gesellschaft für Schmerztherapie, die Deutsche Schmerzliga, die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin, das Deutsche Grüne Kreuz, die Deutsche Krebsgesellschaft und der Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums. Zusammen klären diese Gesellschaften darüber auf, dass kein Patient heute mehr unter unerträglichen Tumorschmerzen leiden muss, dass es wirksame und nebenwirkungsarme Therapieoptionen gibt, die nur genutzt werden müssen. Falsche Ängste und Vorurteile dürfen nicht länger die Therapie behindern.


Forderungen der Initiative

„ Gemeinsam gegen Tumorschmerz“ hat einen Forderungskatalog für eine verbesserte Schmerztherapie von Tumorpatienten entwickelt:

  • Tumorpatienten haben ein Recht auf Schmerztherapie! Eine ausreichende Schmerztherapie ist Voraussetzung für einen weitgehend selbstbestimmten Alltag und sichert Lebensqualität.
  • Die Schmerztherapie muss frühzeitig einsetzen, um eine Chronifizierung zu verhindern!
  • Das WHO-Stufenschema bildet die Basis einer wirksamen Therapie!
  • Schmerzen bei Tumorerkrankungen müssen ausreichend beachtet werden!
  • Tumortherapie und Tumorschmerztherapie gehören zusammen!
  • Das Wissen über die Möglichkeiten der Tumorschmerztherapie muss in der Öffentlichkeit verbreitet werden!
  • Die Kenntnisse über die Tumorschmerztherapie muss unter den Ärzten verbreitet werden!
  • Tumorpatienten müssen die Sicherheit haben, dass alle Symptome ausreichend gelindert werden!
  • Tumorpatienten müssen wissen, dass wirksame Schmerztherapie die Lebensqualität steigert!
  • Alle müssen wissen, dass verbesserte Schmerztherapie und verbesserte Symptomkontrolle das Leben nicht verkürzt, sondern verlängert!
  • Dauerschmerzen sind nicht nach Bedarf sondern nach einem festen Zeitplan zu behandeln, um zu verhindern, dass die Schmerzen wieder auftreten!
  • Auch Schmerzspitzen müssen zusätzlich behandelt werden!
  • Treten Tumorschmerzen an anderer Stelle auf oder verändert sich der Schmerzcharakter, müssen eine erneute Schmerzdiagnostik und eine Anpassung der Therapie erfolgen!
  • Die ausreichende Schmerzkontrolle ist regelmäßig zu überprüfen (z.B. mittels VAS Skala) und die Therapie gegebenenfalls anzupassen!
  • Nebenwirkungen der Schmerztherapie müssen mit entsprechender Ko-Medikation behandelt werden!
  • Unnötige Ängste und eine Stigmatisierung wirksamer Therapien müssen abgebaut werden!

 

 

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