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23.10. 2006:
Schmerzbewältigung in verschiedenen Kulturen
Wenn der türkische Patient auf die Frage, wo es weh tut, klagt, ihm tue alles weh, er sei schließlich krank, kann das den deutschen Arzt leicht überfordern. Unter-schiedliche Kulturen gehen mit Schmerz ganz unterschiedlich um. Wie sie das tun, hat PD Dr. Norbert Kohnen (Universität Düsseldorf) untersucht.mehr...

12.10.2006:
Morphin und andere Opioide: Abhängigkeit und Toleranz untersucht
Wie und warum Opioide, zu denen auch das Morphin gehört, bei chronischer Gabe zu einer Opiattoleranz führen und ob sich das verhindern lässt, haben Magdeburger Pharmakologen um Dr. Thomas Koch untersucht. Sie fanden heraus, dass unterschiedliche Opioidsubstanzen in unterschiedlicher Art und Weise an ein und demselben Rezeptortyp wirken können: Bei einigen Opioiden, so auch bei Morphin, werden die Rezeptoren während einer Langzeitbehandlung ausgeschaltet und bleiben auf Dauer inaktiv – eine erhöhte Toleranz ist die Folge.            mehr...






 

 

Weitere Maßnahmen

Moderne Konzepte zur Schmerztherapie sind meistens vielschichtig und immer individuell auf den einzelnen Patienten zugeschnitten. Bei vielen Patienten können unterschiedliche nicht-medikamentöse Verfahren die medikamentöse Therapie unterstützen.

Manchen Patienten hilft z.B. die transkutane elektrische Nervenstimulation (TENS), bei der leichte Stromreize die Weiterleitung von Schmerzreizen an das Gehirn „stören“ sollen. Viele greifen auf Bewegungs- und Entspannungsübungen zurück, um das Schmerzempfinden positiv zu beeinflussen. Das können Yoga oder Autogenes Training sein, aber auch die progressive Muskelentspannung nach Jacobson oder Biofeedbackverfahren. Einige Patienten profitieren auch von Wärme- oder Kältepackungen. Bestimmte psychotherapeutische Verfahren wie Gesprächstherapien können die Schmerzwahrnehmung ebenfalls positiv beeinflussen.

 

Patienten mit Knochenmetastasen hilft häufig eine Strahlentherapie. Sie lindert nicht nur Schmerzen, sondern kann auch vor schmerzhaften Knochenbrüchen schützen und die Beweglichkeit verbessern. Letztere ist oft durch schmerzhafte Metastasen im Knochen und angrenzenden Sehen und Muskeln stark eingeschränkt. Seltener wird „von innen“ bestrahlt, indem der Patient ein radioaktives Präparat erhält, dass sich direkt in den Metastasen anreichert.

 

Bei extrem starken Schmerzen setzt man auf so genannte invasive Verfahren. Man kann dann beispielsweise Schmerzpumpen implantieren oder gezielt einzelne Nerven blockieren. Dank der modernen Schmerztherapie sind diese speziellen Methoden jedoch nur bei einem sehr geringen Teil der Patienten notwendig.


 

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