Weitere
Maßnahmen
Moderne Konzepte zur Schmerztherapie sind meistens vielschichtig
und immer individuell auf den einzelnen Patienten zugeschnitten.
Bei vielen Patienten können unterschiedliche
nicht-medikamentöse Verfahren die medikamentöse Therapie unterstützen.
Manchen Patienten hilft z.B. die transkutane
elektrische Nervenstimulation (TENS), bei der leichte Stromreize
die Weiterleitung von Schmerzreizen an das Gehirn „stören“ sollen.
Viele greifen auf Bewegungs- und Entspannungsübungen zurück,
um das Schmerzempfinden positiv zu beeinflussen. Das können
Yoga oder Autogenes Training sein, aber auch die progressive Muskelentspannung
nach Jacobson oder Biofeedbackverfahren. Einige Patienten profitieren
auch von Wärme- oder Kältepackungen. Bestimmte psychotherapeutische
Verfahren wie Gesprächstherapien können die Schmerzwahrnehmung
ebenfalls positiv beeinflussen.

Patienten mit Knochenmetastasen hilft häufig
eine Strahlentherapie. Sie lindert nicht nur Schmerzen, sondern
kann auch vor schmerzhaften Knochenbrüchen schützen und
die Beweglichkeit verbessern. Letztere ist oft durch schmerzhafte
Metastasen im Knochen und angrenzenden Sehen und Muskeln stark
eingeschränkt. Seltener wird „von innen“ bestrahlt,
indem der Patient ein radioaktives Präparat erhält, dass
sich direkt in den Metastasen anreichert.
Bei extrem starken Schmerzen setzt man
auf so genannte invasive Verfahren. Man kann dann beispielsweise
Schmerzpumpen implantieren oder gezielt einzelne Nerven blockieren.
Dank der modernen Schmerztherapie sind diese speziellen Methoden
jedoch nur bei einem sehr geringen Teil der Patienten notwendig.
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